Christian Peter Rothemund wurde 1946 in Rehau geboren, ist wohnhaft in  Marktleuthen im Fichtelgebirge, wo er bis September 2009 als Lehrer an der Volksschule wirkte. Er studierte bei Ady Kuh-Salzmann in Hof, Marie Burger-Siedersbeck in Erlangen und Prof. Henriette Klink-Schneider in Nürnberg Gesang. 1971 errang er den 1. Preis beim Musikwettbewerb der Universität Erlangen und wurde Stipendiat der Richard-Wagner-Gesellschaft Nürnberg.

1972 wirkte er als Solist bei den Bayreuther Jugendfestspielen in der Wagneroper "Das Liebesverbot" mit. Von 1973 bis 1985 sang er im Extrachor der Bayreuther Festspiele. Seit 1971 tritt er als Solist bei Liederabenden, Messen, Oratorien, Passionen und Chorkonzerten u.a. in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Ungarn und den USA auf. Außerdem wirkte er bei Opernproduktionen der Städtischen Bühnen Nürnberg, des Dehnberger Hof Theaters, des Tassilo-Theaters Nürnberg und des Mühlentheaters Kleinseebach mit.

Photo: Eva Abd Elmalak geb. Wlezlak

Beinahe 20 Jahre stand er mit Wolfgang Riedelbauch und Gerd Fischer (+) als "Labsal-Trio" in verschiedensten musikalischen Kabarettprogrammen, u.a. "Der fliagade Holländer" auf der Bühne. Vor der Auflösung des Trios im Jahr 1993 gastierten die drei Künstler u.a. 1982 im "Kleinen Theater" Berlin, im Juni 1989 auf Einladung der damaligen DDR in der "Dresdner Tonne" und 1992 als musikalische Vertreter des Landkreises Nürnberger Land bei der "Grünen Woche" in Berlin. Anlässlich des  30-jährigen Jubiläums des Dehnberger Hof Theater im September 2006 traten die drei Künstler mit der Wagner-Parodie „Der fliagada Holländer" nach 13 Jahren erstmals wieder miteinander auf und wurden so stürmisch gefeiert, dass sie sich spontan entschlossen, das "Labsal-Trio" vorübergehend wieder aufleben zu lassen. So waren die drei nun etwas "reiferen" Herren mehrfach wieder mit ihrer Jugendsünde "Der fliagada Holländer" zu hören, zu erleben und zu bewundern.       

Bei zahlreichen Konzertreisen mit dem Kammerchor des Hans-Sachs-Chores Nürnberg sang er als Solist u.a. in Brixen, Hannover, Leipzig, Lourdes, Limoges, Tarbes, Tramin, am Comer See und mehreren Städten in Sardinien. Immer wieder tritt er auch mit eigenen Programmen und Liederabenden auf. Hinzu kamen bis zum Jahr 2008 regelmäßige Auftritte mit Gerd Fischer und Paul Sturm in den Programmen "Alles Theater" und "Da capo - ein Fränggisches Obbern-Brevier" im Tassilo-Theater Nürnberg, im Mühlentheater Kleinseebach und anderen Orten.

 

Von 1981 bis 1987 war er künstlerischer Leiter des Sänger- und Schützenbundes 1887 Rehau und der Singgemeinschaft SV Faßmannsreuth, GV Kautendorf, Sänger- und Schützenbund 1887 Rehau. 1982 komponierte er das Rehauer Heimatlied "Grüß mir mein Rehau", das 1985 mit der Singgemeinschaft auf Tonträger aufgenommen wurde. Mit seiner Vaterstadt Rehau ist er nach wie vor eng verbunden. So sang er u.a. aus Anlass der 35-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Rehau und Bourgoin-Jallieu im Juni 1998 in der französischen Partnerstadt zusammen mit dem Pianisten Prof. Wolfgang Döberlein Schumanns "Dichterliebe". 1979 übernahm er die Leitung des Katholischen Kirchenchores Kirchenlamitz, den er zu einem namhaften Klangkörper mit CD-Aufnahmen, Rundfunk- und Fernsehauftritten formte.  2015 gründete er die "Choralschola der Kath. Kirche St. Michael Kirchenlamitz". Immer wieder gestaltet er mit seinen Sängerkollegen Gerd Kögler, Franz Rattler und Ingo Schlötzer Gottesdienste in der Fichtelgebirgsregion. Ebenfalls seit 2015 leitet er das "Marktleuthener Gesangsquartett" mit Anja Lohneisen (Sopran), Eva Sommerer (Alt) und Erwin Purucker (Bass). Im Frühjahr 2016 übernahm er die Leitung des Kath. Kirchenchores Weißenstadt.

Von 1985 bis 2014 organisierte und gestaltete er in Zusammenarbeit mit der Stadt Rehau  die "Pilgramsreuther Weihnacht" in der Dorfkirche Pilgramsreuth. 1987 wurde diese vom Oberfranken TV aufgezeichnet. Ebenfalls seit 1985 organisiert und gestaltet er die „Kirchenlamitzer Weihnacht“ mit dem Programm und der Besetzung der "Pilgramsreuther Weihnacht". Zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit in weltlichen und geistlichen Konzerten führte die Begegnung mit Toni Ertl, dessen "Pilgramsreuthern" und den "Rehauer Grenzlandspatzen" im Jahre 1986. Nachdem Toni Ertl die Leitung der "Pilgramsreuther" abgegeben hatte setzte sich die Zusammenarbeit mit den "Pilgramsreuthern" und deren neuen künstlerischen Leiter Peter Maier bis zur Auflösung der "Pilgramsreuther" im Dezember 2014 fort.

1990 verfasste Rothemund mit seinen fränkischen Weihnachtsgschichtla "Bald is soweit" erstmals eigene Texte in fränkischer Mundart. "Bald is soweit" wurde 1991 in der Besetzung mit dem Fichtelgebirgsquartett (Franz Kohl - Gesang, Klaus Selzer - Gitarre, Gerhard Wunderlich - Zither) und der Tröstauer Saitenmusik im Tassilo-Theater Nürnberg uraufgeführt. Seit 1993 läuft das Programm in der Adventszeit im Dehnberger Hof Theater, 1993 und 1994 mit dem Fichtelgebirgsquartett und der Leyher Stubenmusik, 1995 bis 1996 mit der Leyher Stubenmusik und Franz Kohl als Gesangspartner, seit 1997 mit Tochter Eva-Maria. Weitere Aufführungen fanden u.a. in Bad Alexandersbad, Bergrheinfeld, Breitenloh, Dangesbühl, Erlangen, Heroldsberg, Kirchenlamitz, Kleinseebach, Lauf, Marktleuthen, Nürnberg, Pilgramsreuth,  Rehau,  Schloss Brand, Schwabach und anderen Orten statt.

Ein Life-Mitschnitt aus dem Dehnberger Hof Theater von "Bald is soweit" wurde erstmals 1994 vom Studio Franken des Bayerischen Rundfunks gesendet und im darauffolgenden Jahr wiederholt. 1999 wurde "Bald is soweit" vom Oberfranken TV im Bauernhofmuseum Kleinlosnitz aufgezeichnet und seither immer wieder als Weihnachtsprogramm ausgestrahlt. Die Zusammenarbeit mit der Leyher Stubenmusik erstreckt sich inzwischen auch auf "Passions- und Mariensingen" im ober- und mittelfränkischen Raum und auf das Mundartprogramm "Fränkisch gwürflt".

1996 verfasste er mit dem Weißenstädter Hotelier Heinz Drenske den Text zum "Fichtelwichtellied", das heute mit der Melodie von Fred Bertelmann überall zu hören ist.

1996 und 1998 wurde er bei der "Weihnachts-Gala" von Radio Euroherz in der Hofer Freiheitshalle gefeiert.

1998 begründete er in Zusammenarbeit mit dem Rotary-Hilfswerk Fichtelgebirge die "Schönbrunner Weihnacht“ und gestaltete sie in den Jahren 1998, 1999 und 2008.

Seit 1998 führt er mit Hilfe engagierter Kirchenmusiker beider Konfessionen "Passionssingen" in Hochfranken und im Nürnberger Raum durch.

Seit 2001 organisiert und gestaltet er in Zusammenarbeit mit der Katholischen Pfarrgemeinde St. Josef in Rehau und der Stadt Rehau jeweils am Palmsonntag das "Rehauer Passionssingen" als Einstimmung auf die Karwoche.

An den Weihnachtsfeiertagen 2005 nahm TV Oberfranken ein einstündiges, mehrfach gesendetes Weihnachtsprogramm unter dem Titel "Nun komm, der Heiden Heiland" auf. Diese Sendung wurde zu einem festen Bestandteil des Weihnachtsprogrammes von TV Oberfranken. Zunehmend finden auch seine literarischen Abende mit Lesungen von Werken so bekannter fränkischer Poeten wie Gerd Böhm, Ingo Cesaro, Sonja Keil, Wolf Peter Schnetz und Godehard Schramm Beachtung.

In Auftritten u.a. mit Fred Bertelmann (+), Charles Brett, Rolf Castell (+), Prof. Wolfgang Döberlein, Gunther Emmerlich, Thomas Fink, Gerd Fischer (+), Ursula Hauser, Gabi Lodermeier, Wolfgang Riedelbauch, Godehard Schramm, Jochen Stern, Paul Sturm, Günter Strack (+) und Hansi Würth (+) sowie zahlreichen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen wurde er einem breiteren Publikum bekannt.

Der Bezirkstag von Oberfranken würdigte im Juli 1998 das Wirken Rothemunds mit der Ehrenmedaille des Bezirks Oberfranken in Silber, die Stadt Rehau im Dezember 1999 mit dem Kulturpreis der Stadt Rehau. Für seine Verdienste um die Kultur der Stadt erhielt er 2014 aus der Hand von 1. Bürgermeister Michael Abraham den Ehrenpreis der Stadt Rehau.

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